Die Sammlung Löbert

Die Sammlung Löbert wurde 2009 zu Studienzwecken an das Institut für Vorderasiatische Archäologie der Freien Universität Berlin gestiftet. Sie umfasst insgesamt 25 Tongefäße, die überwiegend aus dem heutigen Iran stammen. Die Sammlung zeichnet sich durch eine große formale und typologische Vielfalt aus. Mehrere Gefäße weisen Bemalungen auf.

Eine Datierung der Objekte wurde durch Dr. Stephan Kroll vorgenommen. Dabei konnten einzelne Gefäße typologisch der sogenannten Hasanlu-Ware (Phase IV bzw. V/VI) zugeordnet werden, die sich unter anderem durch ihre monochrome graue Farbgebung auszeichnet und in das 10. und 9. Jahrhundert v. u. Z. datiert wird. Hasanlu Tepe ist ein bedeutender Siedlungshügel in der nordwestiranischen Provinz West-Aserbaidschan, etwa 80 km südlich von Urmia gelegen. Der Siedlungshügel wurde zwischen 1956 und 1977 im Rahmen archäologischer Ausgrabungen von einem amerikanischen Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Robert H. Dyson (Penn Museum) wissenschaftlich erforscht.