Reisen gen Osten
Kurz nach dem Ende der Sowietunion reiste Georg Thielemann nach Kaliningrad. Sein Film doumentiert eindrucksvoll die neuen Wege für Reisende nach dem Kalten Krieg.

1993: Von Berlin nach Kaliningrad
Der Film beginnt 1993 mit eindrucksvollen Innenaufnahmen im Berliner Dom. Die Kamera schweift durch das gewaltige Kirchenschiff, fängt Architekturdetails und die besondere Lichtstimmung ein.
Anschließend führt der Weg ins ehemalige ostpreußische Gumbinnen, heute Gussew. Straßenszenen und Alltagssituationen vermitteln einen Eindruck vom Stadtleben Anfang der 1990er Jahre. Die Bilder werden von persönlichen Bemerkungen des Filmers zur bewegten Geschichte der Region begleitet.
Es folgen Aufnahmen von Zügen und weiten Landschaften – vorbeiziehende Felder, Bahnhöfe und Gleisanlagen verdeutlichen noch einmal das Interesse des Filmers an Eisenbahnen.
Ab Minute 50 steht eine musikalische Veranstaltung für die deutsche Reisegruppe im Mittelpunkt: Die Gastgeber präsentieren eine aufwendig inszenierte folkloristische Show mit zahlreichen Künstlern und farbenfrohen Kostümen.
Zum Abschluss geht es nach Königsberg (heute Kaliningrad). Der Film zeigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, lebendige Markt- und Straßenszenen sowie grüne Parkanlagen. Auch Aufnahmen aus dem Hotelzimmer geben einen persönlichen Einblick in den Aufenthalt. So entsteht ein abwechslungsreiches Zeitdokument, das Reiseeindrücke, Geschichte und persönliche Beobachtungen miteinander verbindet.
Georg Thielemanns Filmbeschreibung