Auf Reisen I

In den 1990er Jahren reist Georg Thielemann mehrfach nach Nordamerika und hält dabei sowohl das legendäre New York des ausklingenden alten Jahrtausends, als auch die kanadische Metropole Vancouver fest.

Georg Thielemanns Filmbeschreibung Vancouver/NewYork

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1992-93: Vancouver und Berlin

Der Film stammt von einer HI8-Kassette mit Originalton und entführt uns ins Jahr 1992 nach Kanada und in den Nordwesten der USA. Gleich zu Beginn sehen wir die markante Space Needle, aufgenommen aus verschiedenen Perspektiven. Besonders eindrucksvoll sind die Bilder vom Aussichtspunkt hoch oben über der Stadt – der Blick schweift über das Häusermeer, das Wasser und die weite Landschaft am Horizont. Dazu hören wir die Kommentare des Filmers, der seine Eindrücke direkt vor Ort schildert und so eine sehr persönliche Atmosphäre schafft.

Es folgen Szenen aus dem Stadtleben von Vancouver: belebte Straßen, Passanten im sommerlichen Treiben und immer wieder Straßenmusiker, die mit Gitarren, Trommeln oder Saxofon für eine lebendige Klangkulisse sorgen. Die Kamera verweilt auf Details – Gesichter, Bewegungen, kleine Alltagssituationen – und fängt so den Charme der Stadt Anfang der 1990er Jahre ein. Auch hier dürfen Aufnahmen der dortigen U-Bahnen nicht fehlen.

Zwischendurch sehen wir Szenen aus einer Mall: Geschäfte, Auslagen, Besucher beim Bummeln. Die Bilder vermitteln ein Gefühl für die Einkaufswelt jener Zeit – Mode, Farben und Einrichtung spiegeln deutlich die frühen 90er Jahre wider.

Ein landschaftlicher Höhepunkt sind die Aufnahmen aus dem Olympic National Park im US-Bundesstaat Washington. Die Kamera zeigt weite Natur, Wälder und beeindruckende Ausblicke. Hier wird es ruhiger; Naturgeräusche mischen sich mit den erklärenden Worten des Filmers, der die Eindrücke sichtlich genießt.

Ab Minute 42 wechselt der Film in den privaten Bereich: Wir sehen die Filmer zu Hause, wie sie Mitbringsel aus Amerika verschenken. Es wird gelacht, ausprobiert und kommentiert. Diese Sequenzen geben dem Film eine sehr persönliche Note und zeigen die Freude über die gemeinsamen Erinnerungen.

Zum Abschluss folgen erneut mehrere Sequenzen mit S- und U-Bahnen sowie Regionalzügen in verschiedenen Berliner Bahnhöfen. Züge fahren ein und aus, Bahnsteige füllen und leeren sich, Der Film schließt damit den Kreis zwischen der Reise nach Nordamerika und dem vertrauten Alltag in Berlin – ein lebendiges Zeitdokument mit authentischem Ton und persönlichen Kommentaren.

Georg Thilemanns Filmbeschreibung New York

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1997: New York

Die Reise beginnt im Herzen von Manhattan, in der ehrwürdigen St. Patrick’s Cathedral. Ein ruhiger Auftakt, der einen starken Kontrast zur pulsierenden Metropole draußen bildet.

Nur wenige Minuten später stehen wir mitten im geschäftigen Treiben der Fifth Avenue. Autoschlangen, gelbe Taxis, elegante Schaufenster und eilende Passanten bestimmen das Bild. Die Kamera beobachtet das Stadtleben, fängt Straßenszenen und Fassaden ein und vermittelt das typische New Yorker Tempo der späten 1990er Jahre.

Zwischendurch schneidet der Film immer wieder zu Zugfahrten – Aufnahmen aus der New Yorker Subway, ein- und ausfahrende Züge, Bahnsteige mit Wartenden, das rhythmische Rattern auf den Gleisen.

Ein Höhepunkt sind die Bilder vom Empire State Building. Die Kamera blickt hinauf an der ikonischen Fassade entlang und zeigt schließlich die Aussicht über Manhattan – ein Meer aus Wolkenkratzern. Ebenso eindrucksvoll erscheinen die Zwillingstürme des World Trade Center, die 1997 noch selbstverständlich die Skyline prägten und heute als starkes Zeitdokument wirken.

Nicht fehlen darf das charakteristische Flatiron Building, dessen spitz zulaufende Form sich markant gegen den Himmel abzeichnet. Die Kamera spielt mit Perspektiven, zeigt das Gebäude aus Straßenniveau und im Zusammenspiel mit dem fließenden Verkehr.

Der Film führt auch über den Hudson River hinaus nach Newark, wo industrielle Strukturen und städtische Weite ein anderes Gesicht der Metropolregion zeigen. In Hoboken entstehen Aufnahmen mit Blick auf die Manhattan-Skyline – eine ruhigere Perspektive auf das gegenüberliegende Häusermeer.

Zum Abschluss sehen wir Brooklyn aus der Perspektive der Hochbahn. Die Kamera blickt aus dem fahrenden Zug auf Straßenschluchten, Backsteinfassaden und vorbeiziehende Kreuzungen. Das Rattern der Gleise begleitet die letzten Sequenzen und verleiht dem Film einen authentischen Großstadtklang.