Gesundheit, Krankheit, Medizin – Wissensvermittlung durch Grafik, Comic und Illustration

Im Rahmen eines Semesterprojekts 2025/26 der Klasse Illustration an der Universität der Künste Berlin widmeten sich Studierende der Medizingeschichte. Von chirurgischen Eingriffen über Geburten per Kaiserschnitt bis hin zur Erforschung sicherer Impfstoffe haben die Leistungen vieler Forscher*innen unsere Lebenserwartung und -qualität nachhaltig verändert. Im Kurs recherchierten die Studierenden zentrale Meilensteine der Medizingeschichte und verwandelten sie in lebendige Comic-Narrationen. Dabei verbanden sie historisches Wissen mit gestalterischen Ausdrucksformen und entwickelten jeweils eine eigene Erzählperspektive.

Das Medium Comic bietet besondere Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Durch die Verbindung von Bild und Text, durch Verdichtung, Rhythmus und visuelles Storytelling können komplexe Inhalte anschaulich und vielschichtig vermittelt werden. Narrative Strukturen schaffen emotionale Zugänge, fördern Empathie und machen historische Erfahrungen nachvollziehbar. Comics ermöglichen es, Fakten mit subjektiven Perspektiven zu verbinden und wissenschaftliche Themen auf eine Weise zu erzählen, die sowohl informiert als auch berührt.

Die Arbeiten nähern sich der Medizingeschichte auf ganz unterschiedliche Weise: mal unterhaltend und humorvoll, mal sachlich und informativ, mal persönlich, kritisch oder philosophisch. Die Comics eröffnen vielfältige Sichtweisen auf historische Zusammenhänge und zeigen, wie künstlerische Praxis komplexe Themen zugänglich, reflektiert und lebendig machen kann.

Betreut wurde das Projekt von:

Carolin Pommert, Bibliothek & Sammlung Medical Humanities am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin

und

Jakob Hinrichs, Illustrator und Comiczeichner
www.jakobhinrichs.com

Universität der Künste Berlin, 2026