HAUTNAH – UNTER DIE HAUT

Repliken als Nachbildungen, Wissensdarsteller und Diskussionsgegenstände sind aus vielen Wissenschaften nicht wegzudenken. Häufig bezeichnet der Begriff der Replik im Deutschen die von einer*m Künstler*in autorisierte Kopie des eigenen Kunstwerks. In seiner lateinischen Bedeutung steht das Verb replicare für Erwidern und Antworten in Diskurs und Diskussion, aber auch für das Aufrollen, das Entfalten und Abwägen von Sachverhalten oder Argumenten. Später wurde aus der Antwort zusätzlich noch das Echo – der Nachhall, das Nachbilden und Kopieren.

Diese vielschichtigen Bedeutungsebenen finden sich besonders in einer sehr diversen Gruppe von Objekten – den wissenschaftlichen Repliken. Im wissenschaftlichen Alltag nehmen diese Objekte eine wichtige Stellung ein, doch außerhalb der Forschung und Lehre finden sie kaum Beachtung. Jenseits ihrer üblichen Nutzung bleiben diese faszinierenden Objekte unsichtbar.

Anlässlich des 75-jährigen Gründungsjubiläums der Freien Universität Berlin öffnen wir die Schubladen und Schränke der universitären Sammlungen und bieten ungewöhnliche Einblicke in die Vielfalt der Forschung und Lehre hautnah anhand von Objekten, die – metaphorisch und tatsächlich – unter die Haut gehen. Diese Objekte leben auch durch Assoziationen, die verschiedene Wissensbereiche umfassen und verbinden.

In dieser Ausstellung werden einige dieser Assoziationen greifbar.

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