Kunst und Natur

Dieses kunstvoll mit Wachs nachgestaltete Hundekopfpräparat und der Gipsabguss einer Hundepfote1 aus den Unterrichtssammlungen des Berliner Kunstgewerbemuseums – das Studium der Anatomie war und ist für Künstler*innen wie für Veterinärmediziner*innen wichtig. Denn Naturab- und Nachformungen vermitteln räumliche Körperstrukturen.

Sowohl im Kontext der Tiermedizin hergestellte Korrosionspräparate2 – also ausgehärtete Gefäßstrukturen des Körpers – oder farbig ausgegossene und in Kunstharz eingegossene Schädel3 werden gelegentlich als Kunstwerke gezeigt.

Das Strukturmodell eines Pantoffeltierchens4 erinnert an fragile Glasmodelle von Pflanzen und Tieren aus dem 19. Jahrhundert, die heute nicht mehr nur als Modelle, sondern auch als Kunstobjekte wertgeschätzt werden.

Die Holzbibliothek5 verbindet die (europäische) Bestimmung und Sammlung von Hölzern bestimmter Pflanzen mit Kunsthandwerk und (japanischer) künstlerischer Darstellung.

1 Anatomische Gipsabformung einer Hundepfote

2 Korrosionspräparat der Arterien eines Hundekopfes

3 Kunstharzpräparate vom Dornhai, Squalus acanthias

SEKTION: VON INNEN NACH AUSSEN – AUSGUSS UND EINGUSS

4 Modell des Pantoffeltierchens, Paramecium caudatum

5 Schublade einer japanischen Xylothek (Holzbibliothek)

SEKTION: VON MIKRO ZU MAKRO – VON DATEN ZUR ANSCHAUUNG